Navigation | Seiteninhalt | Zusätzliche Informationen

Seiteninhalt

INTERVIEW MIT KERSTIN KUBE-ERKENS


Kerstin Kube-Erkens

Was fasziniert Sie an dem Thema nachhaltige Mobilität?

Nachhaltige Mobilität ist aus meiner Sicht ein Grundbedürfnis. Jeder hat eine Meinung dazu und immer mehr Menschen möchten einen Beitrag dazu leisten, dass Mobilität klimafreundlicher wird. Mich reizt insbesondere die Vielseitigkeit des Themas, egal ob modulare Konzepte, Fahrräder, Roller, On Demand, Sharing oder die Anbindung an den ÖPNV. Doch bei all diesen Themen geht nichts ohne die Digitalisierung.

Besonders gespannt bin ich darauf wie unser öffentliches Leben in 10 Jahren aussieht. Das Auto ist für viele ein Statussymbol und liebstes Kind. Doch gerade bei der jungen Generation kann man erkennen, dass sich diese Einstellung zu verändern scheint.

Und natürlich finde ich den Bus super. Ob groß oder klein, er entlastet die Städte und ist sofort einsetzbar - zunehmend auch mit alternativen Antrieben. In diesem Zusammenhang ist auch die Anbindung ländlicher Räume an Städte spannend. Hier gilt es noch viel zu tun und die eine oder andere Herausforderung zu bewältigen.

Welches Ereignis hat Sie bei der BUS2BUS 2019 besonders geprägt/erfreut?

Wo fange ich da bloß an? Ich habe mich sehr über die hochkarätigen Teilnehmer gefreut. Es waren viele Marktführer vor Ort und wir konnten extrem innovativen Vorträgen beiwohnen. Mich fasziniert diese Branche, die von People Business und Persönlichkeiten geprägt ist. Ich erinnere mich an einen ganz besonderen Fachbesucher aus Indien. Ein junger Mann, den Busse über alles faszinieren und der mit seinen Eltern dafür um die ganze Welt reist. Das hat mich sehr begeistert und geprägt.

Wie plant man eine digitale Veranstaltung? Worauf muss man achten?

Wir haben uns die Frage gestellt: Was passt für unsere Branche? Und was möchten unsere Kunden? Um hier im Sinne unserer Kunden zu entscheiden, haben wir eine Abfrage gestartet. Im nächsten Schritt ging es um die Bedürfnisse, die von analog nach digital transferiert werden sollten: Austausch, Wissenstransfer, Branchentreff, Innovation und Neuheiten vorstellen. Immer wieder kamen wir an den Punkt, dass wir uns die Frage stellten: Wie komplex soll und muss das ganze sein? Ist weniger vielleicht mehr?

Alles in allem war es ein extrem komplexer und spannender Prozess, verschiedene Formate anzubieten und ihre Akzeptanz zu prüfen. Bei allen Überlegungen liegt der Teufel im Detail. Als Veranstalter von Live-Events stellten wir uns immer wieder die Frage, wie wir den Erlebniswert aus der analogen Welt in die Digitale übertragen können ohne den „Fun Faktor“ zu verlieren.

Die digitalen Elemente werden uns auch in Zukunft begleiten. Insofern ist die Bus2Bus Special Edition für uns eine Art Pilotprojekt für die Zukunft.

Worauf freuen Sie sich am meisten bei der BUS2BUS Special Edition?

Ich freue mich besonders darauf endlich wieder viele Partner zu vereinen. Ich werde einige Kunden bei den Aufzeichnungen der Special Edition treffen und wir werden uns gemeinsam auf ein Event vor Ort freuen – in 2022. Und natürlich freue ich mich auf unsere extrem spannende Keynote der beiden Zukunftsforscher Dr. Stefan Carsten und Tristan Horx.

Wann sind Sie das letzte Mal Bus gefahren?

Das ist leider schon etwas her. Aber wenn ich in der Innenstadt unterwegs bin sehe ich fast nur noch E-Busse. Man kann den Wandel in Berlin gut beobachten.